„Raus aufs Land um Dresden 2 in 2026“: Wieder ein voller Erfolg!
Bei unserer diesjährig zweiten Veranstaltung „Raus aufs Land um Dresden“, in den Räumen des Kulturvereins Hanse 3 in Dresden kamen letzten Dienstag erneut zahlreiche Menschen zusammen, die sich für gemeinschaftliches Wohnen in Dresden und Ostsachsen interessieren. Rund 40 bis 50 Teilnehmende, darunter etwa jeweils vier Wohnprojektgruppen und bestehende Projekte sowie einige interessierte Einzelpersonen und Familien nutzten den Abend, um sich zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Ein besonderes Highlight war das Podiumsgespräch mit der Gruppe Storchwerk7, in Kleinröhrsdorf, die kurz vor dem Kauf ihres Objekts steht. Die Gruppe gab ausführliche Einblicke in ihre vergangenen sieben intensiven Monate, in denen sie in der Intensivberatung der Dezentrale war: Gemeinsam mit dem Dezentrale Konzeptberater und dem Architekturbüro hat sie unter anderem ein Nutzungskonzept und einen Finanzplan erarbeitet sowie Gespräche mit der Bank und dem bisherigen Eigentümerpaar geführt. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig es für eine Gruppe ist zum Start gute Beratung zu haben und wichtig in diesem Stadium die Kostenfreiheit ist.
Die Gruppe zeigte auf, dass sie die vielen anfallenden Aufgaben gemeinsam getragen haben. Das Storchwerk hat die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt und damit verhindert, dass einzelne Personen dauerhaft überlastet werden. Ein ermutigendes Beispiel dafür, dass gemeinschaftliche Projektentwicklung auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen gelingen kann.
Besonders schön war außerdem zu hören, dass die Gruppe beim letzten „Raus aufs Land um Dresden“ im Mai ihr vorerst letztes Mitglied gefunden hat. Das Storchwerk ist inzwischen mit sechs Erwachsenen und zwei Kindern vollständig – ein schönes Beispiel dafür, dass unsere Treffen tatsächlich neue Mitglieder und damit konkrete Fortschritte für Gruppen bringen kann.
Erstmals gab es in diesem Jahr außerdem einen eigenen Austausch-Slot zwischen den bereits bestehenden Wohnprojekten. Das Format wurde gut angenommen und ermöglichte einen direkten Wissenstransfer aus der Praxis. So wurde unter anderem darüber gesprochen, welche Erfahrungen beim Erwerb eines Objekts mit angeschlossenen Landwirtschaftsflächen hilfreich sind. Als wichtiges Thema stellte sich zudem das Thema Konfliktbewältigung dar. Für neue Initiativen sind solche konkreten Praxiserfahrungen besonders wertvoll.
Gute Perspektiven für die weitere Vernetzung
Au
ch für unsere weitere Arbeit nehmen wir einige positive Signale aus dem Abend mit. Die Veranstaltung zeigte dass eine Dachstruktur, wie etwa eine Dachgenossenschaft, auf Interesse als mögliche Rechtsform für neue Projekt stößt.
Darüber hinaus haben mehrere Interessierte signalisiert, dass sie sich gerne mit anderen auf der Suche nach einer passenden Gruppe vernetzen möchten. Genau hier könnte vielleicht künftig ein neuer Weg „Projektentwicklung mit Gruppe“ greifen, den das Dezentrale-Team bereits eruiert: Menschen zusammenbringen bevor bereits ein konkretes Objekt vorhanden ist, um dann im passenden Moment, schnell erwerben zu können.
Grundsätzlich nehmen wir aus dem Abend das Bedürfnis der bestehenden Wohnprojekte und Initiativen mit, sich untereinander zu vernetzen und sich über Erfahrungen und Wissen auszutauschen.
Als vielversprechende Region für die Entwicklung von Wohnprojekten zeichnete sich die Sächsische Schweiz ab. Hier gibt es derzeit allein fünf Initiativen & Gruppen; vier davon waren bei der Veranstaltung vertreten.
Abgerundet wurde der Abend durch ein leckeres Mitbringbuffet.
Vielen Dank an die Hanse 3 für den tollen Ort, dem Storchwerk7 für die spannenden Einblicke sowie allen Teilnehmenden für Offenheit und Engagement.
Wir freuen uns bereits auf die nächste „Raus aufs Land Dresden“ Veranstaltung im Frühjahr 2027.
Marion & Jonas aus der Geschäftsstelle Dresden

Fotos: © Dezentrale Sachsen

