Auch 2025 haben wir wieder viele Veranstaltungen rund um das Thema gemeinschaftliches Wohnen im Freistaat Sachsen und online angeboten, mit organisiert oder wurden eingeladen. Hier könnt ihr in einem kleinen Jahresrückblick unsere Highlights nachlesen.
Am 10. Januar fand unser erstes Vernetzungstreffen “Raus ins Leipziger Umland” im Pögehaus Leipzig statt. An die 30 Personen haben teilgenommen. Gruppen und Projekte konnten sich vorstellen, aber auch Einzelpersonen und Familien, die Anschluss suchen. Da das Format auf viel Anklang stößt und eine persönliche Vernetzung von Wohnprojekt-Interessierten gut funktioniert, haben wir das Format im Sommer wiederholt – sowohl in Leipzig als auch in Dresden.
Im April haben wir die Reihe „Wohnprojekte im Dialog“ gestartet – ein online Erfahrungsaustausch für bestehende Wohnprojekte. Es gab drei Termine über das Jahr verteilt zu den Themen: Entscheidungsfindung, Bauphase und gemeinschaftlich Wohnen & Arbeiten. Dafür haben wir online einen Raum eröffnet für Austausch von Wohnprojekten in ganz Sachsen. Es ist uns ein Anliegen, dass die Erfahrungen von Wohnprojekten weitergegeben werden. Das Format wird 2026 weiter gedacht und mit neuen Themenschwerpunkten fortgesetzt.
Am 23. Mai war Roman Grabolle beim Tagesworkshop zu „Gebäude nach Konzept veräußern“ in Mittweida aktiv beteiligt. Es nahmen ca. 40 Personen teil, darunter auch Bürgermeister sowie Mitarbeiter von Liegenschafts- und Stadtplanungsämtern aus Sachsen. Es ging um Konzeptverfahren für kommunalen Gebäude und Grundstücke und die Frage, wie gemeinwohlrelevante Kriterien bei der Vergabe berücksichtigt werden können.
Von Mai bis September konnten Wohnprojekte im ländlichen Sachsen über uns ihre offenen Veranstaltungen zum Kennenlernen bewerben. Bei diesem „Wohnprojekte-Sommer“ haben 8 Projekte mit 14 Veranstaltungen teilgenommen. Einige davon haben wir auch besucht, wie z.Bsp. die Pizza-Session von SchwarzGestein – wobei wir auch gleich unser erstes Projektporträt mit Fotos und Videos erstellt haben.
Am 17. Juni war Marion Kempe beim Gesprächsabend „Gemeinsam bauen – gemeinsam wohnen“ im Rahmen der mobilen Ausstellung „Atlas des Gemeinsamen“ in Freiberg. Dabei sprach sie über Gemeinschaftliches Wohnen als Antwort auf viele aktuelle Themen: Bezahlbarkeit von Wohnraum, Leerstandsaktivierung, Beteiligung praktizieren, Unterstützung im Generationenverbund uvm.
Bei unseren Netzwerktreffen im Juni auf dem Loblei-Hof und im November in Jahnishausen konnten wir mit unserem Berater-Netzwerk über aktuelle Themen wie „gemeinschaftliches Wohnen mit Inklusion und Pflege“ oder „Dachgenossenschaft für den ländlichen Raum“ sprechen, sowie Auswertungen über beratene Wohnprojekte in diesem Jahr vornehmen.

Am 24. Juni war Ulrike Hippe mit dem Workshop „Ländliche Räume im Wandel: Impulse für eine sozial-ökologische Transformation“ bei der Tagung der Gleichstellungsbeauftragten in Weißenfels zu Gast. Dabei ging es um gemeinschaftliches Wohnen im ländlichen Raum mit besonderem Fokus auf die Bedarfe von Frauen.
Im August haben wir noch einmal persönlich alle interessierten Menschen in und um Dresden und Leipzig eingeladen. Bei den zwei Veranstaltungen gab es in lockerer Runde Gelegenheit Wohnprojekte im Umland der Großstädte kennenzulernen oder die eigene Projektidee vorzustellen. In Dresden haben sich fünf bestehende Projekte und drei Projekt-Initiativen vorgestellt. Eine Podiumsdiskussion sorgte für viele Impulse und inspirierende Einblicke. Bereichernd war vor allem die Vielfalt.
In Leipzig waren vor allem Einzelinteressierte mit z.T. Objekten, die weitere Personen suchten oder auf der Suche nach einem Projekt im Umland sind. Hier gab es einen Vortrag, welcher die Schwierigkeiten der aktuellen Situation für ländliche Wohnprojekt-Initiativen beleuchtet.
Im September waren wir wieder beim Überland-Festival in Görlitz am Start. In vielen verschiedenen Formaten wurden Projektideen geteilt, gelungene Ansätze vorgestellt und Fragen diskutiert. Unter dem Themenschwerpunkt „Gemeinwohl statt Gewinnmaximierung“ konnten wir unser Beratungsangebot für gemeinschaftsgetragene Wohnformen gut einordnen. An unserem Pavillon gab es den ganzen Samstag über Workshops, Beratungen und einzelne Gespräche. Am Sonntag haben wir zusammen mit Baulust.Görlitz eine Stadtführung durch die Görlitzer Innenstadt angeboten, die gut angenommen wurde.

Gemeinsam mit dem Denkmalnetz Sachsen war Jonas Harant am 20. Oktober beim Workshop „Zukunftswerkstatt Kulturhaus Laubusch“ in Lauta. Es ging dabei vor allem darum, Ideen, Vorschläge und Visionen für die künftige inhaltliche Ausrichtung des Hauses zu entwickeln. Wohnprojekt-Gruppen könnten mit dem Kulturhaus nach Lauta gelockt werden, da dort gute Räume für kulturelle Partzipation und Engagement direkt in der Nachbarschaft bestehen.
An einem zweitägigen Seminar Anfang November zum Thema Buchhaltung in der Stadtwirtschaft in Chemnitz nahmen 8 verschiedene Wohnprojektgruppen teil. Es wurden dabei die Grundlagen der Bilanzbuchhaltung erklärt, damit gemeinschaftliche Wohnprojekte ihre Buchhaltung selbst machen können. Außerdem erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Möglichkeiten für gemeinschaftliches Wohnen in der Stadt Chemnitz und konnten sich untereinander austauschen. Das Seminar wurde zusammen mit Kooperatives Wohnen Chemnitz organisiert.
Am 10. Dezember waren Michael Stellmacher und Marion Kempe beim Fachforum „Baukultur und Förderung“ im Dresdner Kulturpalast. Auf Einladung der Fachstelle für integrierte Gemeindeentwicklung und dem ZfBK kamen rund 140 Vertreterinnen und Vertreter aus den sächsischen Kommunen. Wir gaben einen Input zu Leerstandsentwicklung durch Wohn- und Arbeitsprojekte im ländlichen Raum und sprachen über ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaften. Daraus entstanden einige interessante Kontakte und Ideen für 2026.
Die Gespräche und Workshops zeigen, wie breit die Themen des gemeinschaftlichen Wohnens in Sachsen gefächert sind. Wir sind an den Schnittstellen aktiv: bündeln Wissen, fördern Austausch und unterstützen Menschen und Projekte bei der Umsetzung. Zudem zeigen die vielfältigen Begegnungen, Impulse und Projekte, wie lebendig gemeinschaftliches Wohnen in Sachsen ist. Ob in der konzeptionellen Arbeit, der fachlichen Qualifizierung oder im Dialog mit Kommunen – wir bringen Akteur*innen zusammen und stärken gemeinschaftliche Wohnprojekte in Sachsen. Als Dezentrale Sachsen informieren, beraten und vernetzen wir auch weiterhin im neuen Jahr dazu.


